Vogelmiere und Haut?

Vogelmieren-Lotion:

Die Vogelmiere ist eine unscheinbare Pflanze, die zu unrecht oft als lästig verkannt wird! Denn sie ist eine wertolle Heilpflanze, die zu unterschiedlichen Zwecken verwendet werden kann.
Mehr zu Vogelmiere und TCM zum Beispiel findest Du hier >>>!

Eine Vogelmieren-Lotion ist eine sehr angenehme Frühlings-Variante zur Regeneration der Haut.
Du kannst sie auch bei Neurodermitis  einsetzen, aber bei noch entzündeter Haut besser ohne ätherische Öle und Harnstoff. Die harnstoffhältige Variante ist gut bei trockener und juckender Haut und dann sind ätherische Öle wie Rosengeranie, Narde, Lavendel, Cistrose, Immortelle besonders gut geeignet.
Bei Neurodermitis kannst Du auch anstatt der 50ml Vogelmieren-Öl nur 35ml nehmen und den Rest mit  15ml Nachtkerzensamenöl ergänzen.

Vorbereitung:

Vogelmieren-Ölauszug

2 Hand voll Vogelmiere (frisch gesammelt, gut gereinigt, klein geschnitten)
250ml Olivenöl oder Jojobaöl

Gib die klein geschnittene Vogelmiere in das Öl, erwärme es vorsichtig im Wasserbad (so kann es nicht zu heiß werden). Dann kannst Du den Herd abschalten und lässt es ziehen. Diesen Prozess solltest Du einige Male in den nächsten 24 Stunden wiederholen. So holst Du sehr schonend möglichst viele Wirkstoffe heraus.
Danach kannst Du das Öl durch ein feines Soff- oder ein Papier-Filter abfiltrieren.

Nun zur “Vogelmiere-Lotion”:

Lotion-Zutaten:

50 ml Vogelmieren-Öl-Auszug
10 gr Tegomuls
10 gr Sheabutter
180 ml Wasser (destilliertes Wasser oder ein Hydrolat, z.B. Ringelblume)
40 Tr ätherische Öle (siehe Einleitung)
(5 g Harnstoff in abgekochtem, kalten Wasser vorlösen)
5 Tr Vitamin E (am Schluss dazu)
1 Topf, Waage, 2 saubere, hitzefeste Glasgefäße (Du kannst eventuell auch saubere, alte Marmelade-Gläser verwenden), Holzspatel, Behältnis für Lotion, Etiketten

1) Fettphase: Vermische das Kräuter- Öl und Tegomuls in einem hitzefesten Glas-Gefäß
2) Wasserphase: Giesse das Wasser in ein weiteres hitzefestes Glas, gib (falls Du ihn beifügen möchtest) den Harnstoff dazu und löse ihn im kalten Wasser vor
3) Dann stelle  beide (die Fettphase und  die Wasserphase) in ein heisses Wasserbad (ca. 70°C).
4) Lasse beide solange im Wasserbad stehen, bis die festen Bestandteile geschmolzen sind.
5) Nimm die Fettphase aus dem Wasserbad und lass sie auf 40°C abkühlen und gib die Sheabutter dazu, du kannst mit einem sauberen Holzspatel umrühren dann schmilzt sie rascher .
6) Giesse die Wasserphase dann langsam, unter Rühren mit einem Handmixer, in die Fettphase. Erst wenn die Lotion handwarm abgekühlt ist, kannst Du mit dem ständigen Rühren aufhören und brauchst nur noch gelegentlich umrühren.
7) Nun kannst Du auch die ätherischen Öle und das Vitamin E dazugeben.
8) Wenn Du die Lotion in ein ganz sauberes Gefäß abgefüllt hast, solltest Du diese auch noch mit Inhalt und Datum beschriften. Es wäre gut sie im Kühlschrank aufzubewahren, dann hält sie am längsten.  Prinzipiell ist so, dass man solche DIY-Lotionen usw. immer frisch zubereiten und zügig aufbrauchen sollte, da sie ja keine chemischen Konvservierungsmittel enthalten. Mit dem Jojobaöl und dem Vitamin-E solltest Du sie bei sorgsamem Umgang (!) aber doch ca. 3 Wochen verwenden können.

Du kannst aber auch eine “Vogelmiere-Creme” zubereiten:

30 ml Vogelmieren-Öl (siehe oben)
6 gr Emulsan
8 gr Sheabutter
60 ml Wasser (destilliertes Wasser oder ein Hydrolat – zum Beispiel von der Ringelblume)
40 Tropfen ätherische Öle (siehe Einleitung)
10 Tropfen Vitamin E

Auch hier wieder derselbe Vorgang wie bei der Lotion:

1) Fettphase: Vermische das Kräuter- Öl und Emulsan in einem hitzefesten Glas-Gefäß
2) Wasserphase: Giesse das Wasser oder Hydrolat in ein weiteres hitzefestes Glas
3) Dann stelle  beide (die Fettphase und  die Wasserphase) in ein heisses Wasserbad (ca. 70°C).
4) Lasse beide solange im Wasserbad stehen, bis die festen Bestandteile der Fettphase geschmolzen sind.
5) Nimm die Fettphase aus dem Wasserbad, lasse sie auf 40°C abkühlen und gib die Sheabutter dazu, du kannst mit einem sauberen Holzspatel umrühren dann schmilzt sie etwas rascher .
6) Giesse die Wasserphase dann langsam, unter Rühren mit einem Handmixer, in die Fettphase. Erst wenn die Creme handwarm abgekühlt ist, kannst Du mit dem ständigen Rühren aufhören und brauchst nur noch gelegentlich umrühren.
7) Nun kannst Du auch die ätherischen Öle und das Vitamin E dazugeben.
8) Bevor sie sich zu sehr verfestigt, fülle die Creme in ein ganz sauberes Gefäß, klebe eine Etikette darauf und beschrifte sie mit  Inhalt und Datum. Es wäre gut sie im Kühlschrank aufzubewahren, dann hält sie am längsten.

Viel Freude beim Mischen, gutes Gelingen!

Gabi Peham

Dr. Gabi Peham -
Ärztin für Allgemeinmedizin -
Akupunktur, TCM, Phytotherapie, Aromakunde

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